Real Talk: Was es für Tätowierer bedeutet, wenn du Termine nicht absagst

„No Show“ oder auch: Einfach nicht kommen! Du bist verabredet, wartest und keiner taucht auf? Kennt eigentlich jeder. Und deshalb weiß auch eigentlich jeder, dass es echt nervig und enttäuschend ist versetzt zu werden. Aber als Tätowiererin oder Tätowierer hast du durch nicht eingehaltene Termine mehr als nur einen zeitlichen Verlust. Du hast eine explizit für den Kunden angefertigte Zeichnung erstellt – und dies unter Umständen umsonst. Darüber hinaus hast du aber auch vor allem eins: einen finanziellen Schaden.

Als Angestellte oder Angesteller hast du vielleicht mal einen entspannten Arbeitstag im Büro. Es kommen keine Anrufe und kaum Mails rein, die du bearbeiten musst. Du bekommst allerdings trotzdem am Ende des Monats dein Gehalt, deine Versicherungen sind bezahlt – alles gut.

Als Tattoo-Artist bist du aber im Normalfall selbstständig, zahlst Miete oder Prozente an den Shop, in dem du arbeitest oder stemmst die Miete deines eigenen Shops. Du musst dich auf Termine verlassen können – und damit auf deine Einnahmen. Die Kunden, die einfach nicht kommen ohne ab zu sagen, bedeuten also nicht nur nerviges Warten, sondern einen finanziellen Verlust, da die Tätowiererin oder der Tätowierer den Termin nicht anderweitig vergeben konnte.

Real Talk, liebe Tattoo-Interessierte

Wenn du nicht kannst, weil vielleicht finanziell etwas dazwischen gekommen ist, du kränkelst oder auf der Arbeit einspringen musst, ist das gar kein Problem: Wir beißen nicht. Wenn du absagst und deinen Termin verschiebst, ist dir niemand böse! Ganz im Gegenteil: Lieber zeitnah absagen und dem Künstler die Möglichkeit geben, den Termin anderweitig zu vergeben, als ihn oder sie auf jemanden warten zu lassen, der sich schon dafür entschieden hat, nicht zu kommen.

Natürlich kann man als Kunde auch mal verplant sein und verschlafen, der Zug hat Verspätung oder man hat wirklich einfach den Termin vergessen. Aber selbst dann ist es einfach nur fair, sich zu melden! Weil – und zwar ganz unabhängig vom Geld – ist es auch eine Sache von Respekt dem Artist gegenüber.