Partnertattoos – Yay or nay?

Tattoos und Liebe… Manchmal ist nur eines davon für immer. Doch was bedeutet das jetzt? Funktionieren die beiden einfach nicht zusammen?  Sollte man lieber die Finger von Partnertattoos lassen? Um das beantworten zu können, sollten wir uns erst einmal Gedanken darüber machen, wie ein Partnertattoo sich denn so gestalten könnte.

Partnertattoos – Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten.

Entweder ihr lasst euch beide ein identisches Motiv tätowieren oder zwei unterschiedliche Motive, die sich ergänzen. Das Wichtige hierbei ist, dass jedes Tattoo für sich alleine funktioniert und nicht so aussieht, als würde etwas fehlen. Ganz allein aus dem Grund, dass beide Tattoos nicht konstant nebeneinander zu sehen sein werden.  Auch wichtig ist, dass dir das Motiv unabhängig von der anderen Person gefällt. Du machst dieses Tattoo nicht für deinen Partner, sondern für dich. Tattoos sind eine dauerhafte Veränderung deines Körpers und du solltest dein Äußeres nicht für einen anderen Menschen verändern.

Du musst dich einfach fragen, ob du wirklich „Marco“ auf deinem Handgelenk stehen haben möchtest. Findest du das ästhetisch? Machst du das wirklich für dich, weil du „Marco immer bei dir haben möchtest“? Machst du es nicht eher, um Marco zu beweisen, dass du immer bei ihm bleiben wirst? Oder wenn du dir ein Schloss tätowieren lässt und dein Partner den passenden Schlüssel dazu auf seiner Haut trägt. Könntest du dich noch über dein Schloss freuen, wenn der Schlüssel nicht mehr da ist? Mach dir ganz in Ruhe deine Gedanken dazu und mach dich durch dein Tattoo nicht abhängig. Mach etwas, dass für dich steht – für dich als Teil der Beziehung. Nur so kannst du wirklich auf Dauer glücklich mit deinem Tattoo werden.

Und was, wenn die Liebe in die Brüche geht?

Ja, was dann? Wenn ein Tattoo in einer gesunden Phase der Beziehung entstanden ist, in der es einem mit dieser auch Beziehung ehrlich gut ging, dann kann es auch nach einer Trennung noch eine Erinnerung an eine gute Zeit sein. Deswegen ist es vor allem wichtig, dass dir das Motiv unabhängig von seiner Bedeutung gefällt. So wie die Zeit den möglichen Trennungsschmerz heilt, so schwindet mit ihr auch die Bedeutung deines Motivs immer mehr, wenn du nicht an dieser festhältst. Denke ganz genau darüber nach, wie du dich mit dieser dauerhaften Erinnerung fühlen könntest, falls das Partnermotiv nicht mehr Teil deines Lebens ist.

Tattoos als Erinnerung

Ein Vorschlag für die Motivwahl wäre, dass das Tattoo nicht dem jeweiligen Partner, sondern vielmehr einer gemeinsamen Erinnerung gewidmet ist. Vielleicht ein kleines Croissant als Erinnerung an den schönen Frankreich-Urlaub, der Landschaftszug des Berges, den ihr gemeinsam bestiegen habt oder der Tintenfisch, von dem ihr auf eurem gemeinsamen Tauch-Abenteuer so fasziniert wart. Diese Erinnerungen werden euch wahrscheinlich auch nach einer Trennung noch zum Lächeln bringen können. „Marco“ allein hingegen kann das wohl eher nicht mehr.

Ob Partnertattoos nun eine gute oder schlechte Idee sind, kann man nicht pauschalisieren. Es kommt auf die beteiligten Personen und deren generelle Einstellung zu Tattoos an. Sollten all deine Tattoos eine sehr persönliche Bedeutung für dich haben, dann solltest du vielleicht lieber darauf verzichten, dein Tattoo emotional an jemand anderen zu binden. Falls deine Tattoos in erster Linie einen ästhetischen Wert für dich haben, kannst du den Fokus darauf legen und dann auch mit einem Partnertattoo langfristig glücklich werden.

PS: Sorry, Marco!