Wie schreibe ich einen Tätowierer an?

Jeder Tätowierer hat so seine Vorlieben, was die Kontaktaufnahme angeht. Einige stellen auf ihrer Website ein Kontaktformular zur Verfügung. Andere stehen über Facebook in Kontakt mit ihren Kunden oder sind per E-Mail zu erreichen. Welche dieser Kontaktarten dein gewünschter Tätowierer nun bevorzugt, kannst du sicher schnell herausfinden. Denn er wird diese Information in der Regel gut sichtbar auf seiner Website oder seinem Facebook-/Instagram-Profil platzieren. Schließlich ist es vor allem für ihn von Vorteil, wenn er alle Nachrichten an einem Ort gebündelt vorfindet und somit einen Überblick hat. Solltest du diese erst Hürde überwunden haben, kannst du dich fleißig ans Schreiben begeben.

Aber was genau schreibe ich dem Tätowierer jetzt?

Nun, sollte die ganze Sache über ein Kontaktformular ablaufen, dann erübrigt sich die Frage. Der Tätowierer gibt dir dort genau vor, welche Informationen er von dir braucht und erspart sich so den oftmals unnötigerweise doch sehr zeitaufwändigen E-Mail-Verkehr. Unnötig zeitaufwändig?! Was soll das denn jetzt heißen?! Das Problem bei der direkten Kontaktaufnahme ist meist, dass die Kunden die wichtigsten Infos meist nicht auf den Punkt bringen. Als Kunde sollte man immer davon ausgehen, dass die eigene Nachricht heute nicht die einzige ist, die im Postfach des Tätowierers landet. Manche Tattoo Artists haben jemanden, der mit ihnen zusammenarbeitet und das Beantworten der Mails übernimmt. Doch auch diese Person muss nicht durch ewig lange Geschichten über euer Motiv vom Kern ihres Jobs abgehalten werden. Sollte der Tätowierer nach seinem Arbeitstag noch selbst auf Nachrichten antworten, dann ist auch er sicherlich froh, wenn sich das Ganze möglichst einfach gestaltet.



Na, aber WAS schreib ich denn jetzt?!

Kommen wir zum Punkt. Am besten ist es, wenn du die Informationen knapp zusammenfasst und alles, was für den Tätowierer nicht relevant ist, außen vorlässt. Für den Tätowierer ist es nicht wichtig, warum du dieses Motiv haben möchtest oder was es für dich bedeutet. Beim Termin kannst du das, wenn du es als angemessen empfindest, natürlich gerne erzählen, aber in der Kontaktaufnahme hat das nichts zu suchen. Wenn der Tätowierer deinen Auftrag annimmt, dann ist es nicht, weil ihn deine Geschichte berührt, sondern weil er dein Motiv gerne künstlerisch umsetzen würde und Bock auf die ganze Sache hat.

In deiner ersten Mail solltest du dem Tätowierer erstmal die drei wichtigsten Infos nennen: Das Motiv (bunt oder nicht), die Stelle, die Größe. Anhand dieser Punkte kann der Tätowierer bereits entscheiden, ob er den Auftrag annehmen möchte oder nicht. Gerne kannst du hier bereits Bilder zur Inspiration einfügen, damit dein Tattoo Artist und du eine ähnliche Vorstellung deines Wunschmotives habt. Auch hilfreich kann ein Foto der Stelle sein, auf welcher das Tattoo später landen soll. Dies ist aber nur relevant, falls sich dort Narben, Sommersprossen, viele Muttermale, andere Tattoos oder sonstige Besonderheiten finden. Eine etablierte Einheit zur Angabe der Größe eines Tattoos ist die Handfläche. Mittlerweile ist aber eine genauere Angabe in Zentimetern vielen Artists lieber.

Im weiteren Gespräch werdet ihr dann üblicherweise noch Zeit und Ort vereinbaren. Gegebenenfalls werdet ihr dann weiter über dein Motiv quatschen und vielleicht noch einen ganz groben Preis besprechen.

Nicht vergessen: Tätowierer sind auch nur Menschen. Sie freuen sich natürlich über eine gewisse Höflichkeit. Nur, um eure Nachricht möglichst knapp zu halten, müsst ihr nicht auf Begrüßung, Ausdruck eurer Begeisterung für ihre Kunst oder sonstige Freundlichkeiten verzichten.