InKvisible 2019 – Das queerfeministische Tattoofest

Am 06. April diesen Jahres waren wir zu Gast in Bremen und konnten das gelungene Debüt eines frischen Tattoofests miterleben. Anstelle der typischen Kombination aus Tattoomesse und “Lifestyle” bot die InKvisible 2019 ihrem Publikum ein kleines, queerfeministisches Wunderland.

Die InKvisible 2019 war gut besucht!
Die InKvisible 2019 war gut besucht!

InKvisible 2019 – Umschlagplatz für Kreativität

Als Schauplatz des Fests durfte die Bremer “Spedition” herhalten. Das ehemalige Gelände für Güterabfertigung bietet heute Platz für zahlreiche Ateliers und kreative Köpfe. Da passte natürlich auch die InKvisible perfekt ins Schema und öffnete dort am Samstag ihre Pforten. So konnten die Gäste neben dem industriellen Charme auch noch den strahlenden Sonnenschein im großen Außengelände genießen.

Verena (instagram.com/strandedghost) hatte aus Wien wohl die längste Anreise!
Verena (instagram.com/strandedghost) hatte aus Wien wohl die längste Anreise!

Einfach mal nur Künstlerinnen*

Bei ihrer Erstausgabe konnte die InKvisible für 13 tolle Tätowiererinnen* Platz finden, welche aus ganz Deutschland und sogar Österreich anreisten. Auch wenn das im Vergleich zu herkömmlichen Conventions eine eher überschaubare Anzahl ist, waren dennoch viele verschiedene Stile vertreten. So konnten einige der Besucher*innen zwischen einer großen Menge Wannados auch das perfekte Tattoo für sich finden!

Bunte Körper, buntes Denken, bunte Vielfalt!

Nicht wirklich überrascht, aber trotzdem begeistert haben uns die tolle Stimmung und Atmosphäre auf der InKvisible. Denn vor Ort fand sich ein breit gefächertes Publikum ein – ganz entsprechend den einladenden Worten der Veranstalter: “Jede Falte, jeder Farbton, jede Rundung, EVERY BODY YEAH!” Trotz oder gerade wegen dieser gewünschten Vielfalt an Menschen, herrschte in der Halle Harmonie und eine generell sehr herzliche Atmosphäre.

Stets tolle Stimmung auf der InKvisible 2019
Stets tolle Stimmung auf der InKvisible 2019

Noch mehr Kunst und Herzlichkeit!

Auch diejenigen, die kein Tattoo für sich gefunden haben, konnten sich dennoch mit etwas Kunst berieseln. Denn im Rahmen des Fests konnte man zusätzlich eine kleine Kunstausstellung besuchen, welche sich den Themen Körper, Geschlecht und Raum widmete. Zudem wurden verschiedene Workshops angeboten, die sich eben solchen Themen annahmen. Und auch wenn man selbst kein kleines Souvenir erhaschen konnte, lohnte sich ein Besuch dennoch. Zum einen wegen der herzlichen Stimmung und zum anderen, da alle Einnahmen an den Verein “Women in Exile” gehen, der sich für Flüchtlingsfrauen stark macht.

Abendprogramm

Nach dem Tätowieren ist vor der Party! Denn abends ging das Programm auf der InKvisible noch mit zahlreichen Live Acts weiter. Dabei konnten sich die Besucher an experimentellem Rap, Glamcore Punk oder auch elektronischer Musik erfreuen. So fand das Tattoofest dann offiziell gegen 7 Uhr am Folgetag einen lauten, aber schönen Ausklang.

Bereit für die zweite Auflage!

Unserer Meinung nach hat das Tattoofest InKvisible einen wirklich tollen Start hingelegt – besonders was Diversität angeht. Gerade für eine verhältnismäßig kleine Convention konnte die InKvisible ihrem Publikum eine Menge bieten. Dazu gehörten verschiedene Tattoo-Stile, ein breites Spektrum an Kunst und ein ganz herzlichen Gefühl des Willkommenseins. Wir freuen uns, dass wir der InKvisible einen Besuch abstatten konnten und hoffen auf ein erneutes Wiedersehen!

Noch mehr Fotos findest du in unserem 💁 InKvisible 2019 Album auf Facebook!