Wie war’s eigentlich auf der Millerntor Gallery 2019?

Unsere Autorin Sinah war als Tätowiererin Teil der Millerntor Gallery 2019, die vom 4. bis 7. Juli auf St. Pauli stattfand. Sinah war natürlich an allen Tagen vor Ort und wenn sie nicht gerade am Tattoo-Kiosk zugange war, konnte sie eine Menge Eindrücke sammeln. Im Folgenden erzählt sie euch von der Veranstaltung, dem guten Gedanken dahinter und ihren persönlichen Highlights.

Die Tore der Millerntor Gallery öffnen sich - Foto: Stefan Groenveld
Die Tore der Millerntor Gallery öffnen sich. / Foto: Stefan Groenveld

Der 4. Juli, 16 Uhr, St. Pauli Stadion. Kühle 18 Grad, es öffnen sich die Pforten zur neunten Millerntor Gallery in Hamburg. Über 100 Künstler*innen, darunter auch Tattoo Artists, stellen ihre Kunst für einen Guten Zweck zur Verfügung. Der Erlös geht an die Non-Profit Organisation Viva con Agua, unter anderem an ihre Projekte in Mosambik.

Auch 2019 konnte sich die Millerntor Gallery über zahlreiche Besucher freuen. / Foto: Stefan Groenveld
Auch 2019 konnte sich die Millerntor Gallery über zahlreiche Besucher freuen. / Foto: Stefan Groenveld

Neben zahlreichen Besuchern, fallen mir vor allem die ins Auge, ohne die das Ganze nicht stattfinden könnte. Motivierte Kunstaussteller*innen, Musiker*innen, Tätowierer*innen, Redner*innen und die Mitarbeiter*innen vom Help Desk bis zum Catering. Ich selbst bin zum ersten Mal Teil dieses großen Kunst-, Musik-, und Kulturfestivals und überwältigt. Besonders von der positiven Energie, die durch die Flure des Stadions geht. Beinahe nichts ist farblos geblieben. Neben den Ausstellungsstücken sind auch Wände, Tische, Bänke und selbst die Unisex-Toiletten kunstvoll gestaltet. Sie zieren verschiedene Messages rund um das Thema Menschenrechte, hauptsächlich unter dem Motto: “Water is a human right”.

Jeder im Team leistete seinen Teil! / Foto: Stefan Groenveld
Jeder im Team leistete seinen Teil! / Foto: Stefan Groenveld

Kreativen Raum schaffen für einen guten Zweck

Nach vorsichtigem Herantasten sind die letzten Termine des “Tattoo-Kiosks” auf dem viertägigen Event schnell vergeben. Neben kleinen Tattoos auf Kundenwunsch haben die insgesamt neun Tätowierer*innen auch Wannados vorbereitet – natürlich passend zum Thema. Das Schöne an dem ganzen Projekt ist, dass aus einem an sich traurigen Fakt – nämlich, dass sauberes Wasser nicht für jeden zugänglich ist – ein Raum geschaffen wurde. Ein Raum, um visuell und musikalisch nicht nur auf das Thema aufmerksam zu machen, sondern aktiv Spenden zu generieren und dabei eine gute Zeit zu haben.

Wer schön sein will… - Millterntor Gallery 2019 / Foto: Stefan Groenveld
Wer schön sein will… / Foto: Stefan Groenveld

Neben Foodtrucks und Ausstellungen gab es für die Besucher*innen auch noch die Möglichkeit selbst mitzuwirken. Man konnte zum Beispiel Prints erstellen, Fotos in der Viva con Agua Show-Toilette oder mit dem Slogan-Plakat machen.

Mein persönliches Highlight war das Konzert der Donots als Mainact am Samstag. Sie spielten Songs vom aktuellen Album und auch bekanntere Titel wie “Stop the clocks” und “So long”. Natürlich haben sie nicht nur zum ausgelassen feiern motiviert, sondern nochmal kenntlich gemacht, wie wichtig die Arbeit von Viva con Agua ist. Und wie wichtig es für uns ist, das zu unterstützen: “All you can do, is do what you can.”

Das Abschlusskonzert der Donots auf der Millerntor Gallery 2019 / Foto: Stefan Groenveld
Das Abschlusskonzert der Donots auf der Millerntor Gallery 2019 / Foto: Stefan Groenveld

Ein paar weitere Impressionen:

Weitere Informationen findet ihr hier:
millerntorgallery.org, Insta @millerntorgallery, Facebook @millerntorgallery, vivaconagua.org

Titelfoto und alle anderen Fotos in diesem Artikel stammen von Stefan Groenveld.