Tattoos und die Sonne

Dass ein frisch gestochenes Tattoo mindestens sechs Wochen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden sollte, wissen die meisten. Wie sieht es jedoch danach aus? Kann ich nach sechs Wochen einfach wieder auf die Sonnenbank? Muss ich mich wirklich jedes Mal eincremen, wenn ich raus in die Sonne gehe? Kann die Sonne dem bereits verheilten Tattoo noch Schaden zufügen? Wie sieht’s nach ein paar Jahren aus?

Machen wir es kurz und schmerzlos: Sorry, aber die Sonne und dein Tattoo werden dieses Leben leider keine Freunde mehr. Das bedeutet aber nicht, dass die Beziehung zwischen dir und der Sonne darunter leiden muss. Ihr könnt gerne weiterhin schöne Tage zusammen draußen verbringen und du musst nicht plötzlich den Lebensstil eines Vampirs annehmen. Das Hauptproblem eurer Beziehung sind die UV-Strahlen.

Was passiert, wenn die Sonne aufs Tattoo trifft?

Dass die Haut durch Sonnenstrahlen gebräunt wird, ist wohl keine bahnbrechende Info für dich. Das Problem hierbei ist, dass die UV-Strahlen genau in der Hautschicht Zellen anregen, in der auch die Farbpigmente deines Tattoos eingelagert sind. Diese Zellen heißen Melanozyten und produzieren das Pigment Melanin, das deine Haut braun erscheinen lässt. Diese braunen Farbpigmente überlagern quasi die Farbpigmente deines Tattoos. Dadurch wirken die Farben deines Tattoos weniger intensiv und besonders helle Töne wirken leicht gelblich, eben genau aufgrund des Melanins.


Was kann ich tun?

Die Antwort auf die Frage, wie sich Tattoos und Sonne denn nun miteinander vereinbaren lassen, ist doch relativ simpel: Lauf einfach den ganzen Sommer in einem Ski-Anzug rum und versuche möglichst erst nach Sonnenuntergang das Haus zu verlassen. Sollte dies keine Option für dich sein, tut’s auch die gute alte Sonnencreme. Lichtschutzfaktor 50 wäre zu empfehlen. Auch das richtige Auftragen der Sonnencreme ist wichtig. Empfohlen wird meist, bevor man sich in die Sonne begibt, eine großzügige Menge der Creme aufzutragen und diese mindestens 30 Minuten lang einziehen zu lassen.

Was sollte ich lieber nicht tun?

Kommen wir nochmal zurück auf die Sonnenbank: Verzichte lieber darauf, denn hier kannst du deine Tattoos nicht ausreichend schützen. Vom Gebrauch von Sonnencreme auf Solarien wird generell abgeraten, da die Haut durch die hohe Dosierung der UV-Strahlung hier gerne mal mit photoallergischen Reaktionen antwortet – sprich Rötungen, Blasenbildungen, oder Schwellungen. Einen Vorteil hat Blässe außerdem: Hier wirken deine Tattoos durch den Kontrast zur farbloseren Haut direkt strahlender.

Also: Immer schön eincremen, bevor ihr euch in die Sonne begebt. Das werden euch nicht nur eure Tattoos, sondern auch eure restliche Haut danken, wenn beide dann auch noch in zwanzig Jahren top aussehen!